E-Mail vom 9.10.2020

Sehr geehrtes jameda –Team,

wir hatten ja vor nicht allzu langer Zeit bereits das zweifelhafte Vergnügen, ebenfalls wegen einer ungerechtfertigten 6,00 Note einen intensiven Meinungsaustausch zu führen. Urheber waren streitsüchtige, intolerante und fundamentalistisch geprägte Eltern. Eine Entschuldigung aller Beteiligten vermisse ich bis heute. Der Fall hat in den relevanten Berufsverbänden die Runde gemacht.

Als zertifizierte Praxis sind wir daran gewöhnt und darin geübt, mit berechtigter Kritik , die auch bei allen Bemühungen nicht immer vermeidbar ist, professionell umzugehen und uns immer wieder zu verbessern.

Im Umkehrschluss dulden wir keine Schmähkritik und werden  gerade in den angespannten Corona-Zeiten dagegen mit aller Schärfe vorgehen inklusive der damit Profit erzielenden Internetplattformen.

Was nun diese jüngste Bewertung anbelangt, so kann ich mich nicht daran erinnern, dass es in den vergangenen Tagen zu einem  Konflikt mit Eltern gekommen ist trotz einer sehr verdichteten Sprechstunde und eingeschobener Notfälle. Vielmehr bedanken sich fast alle Patienteneltern für das Engagement unseres gesamten Praxisteams und dessen täglichen enormen Arbeitspensums.

Es wäre übrigens ein Leichtes, diese überwiegenden Mehrheit unserer Patienten zu bitten, bei jameda ihrer großen Zufriedenheit einen Stimme zu geben. Nur tun wir dies nicht und werden es auch weiterhin unterlassen,

Allerdings achten wir auf strenge Einhaltung der Corona- und Pandemieregeln, was nicht bei allen und nicht immer auf großes Verständnis stößt und immer wieder Anlass zu Diskussionen gibt. Auch dulden wir es nur begrenzt, wenn Eltern ihr(e) Kind(er) unkontrolliert in der Praxis herumtoben lassen. Dieses Hausrecht nimmt sich jedes Geschäft heraus und somit auch unsere Praxis zum Schutz der anderen Mitanwesenden und zum Selbstschutz.

Von dieser Vorgehensweise werden wir nicht abweichen und müssen dann eben mit der  jameda  GmbH, deren anonymen Netzkunden und den wiederholten Versuchen einer vernichtenden Diskriminierung leben. Denn es müsste einem geschulten jameda – Mitarbeiter bei Eingang einer solchen 6,00 –Bewertung auffallen, dass diese völlig aus dem Rahmen sonstiger durchaus kritischen Bewertungen fällt. Statt eine entsprechende fundierte und eidesstattliche Begründung einzufordern, verlangen Sie von mir, ich sollte mich zu einem Vorgang äußern und verteidigen, dessen reale Existenz ich nicht nachvollziehen kann und in diesem Ausmaß sicher nicht stattgefunden hat.

Deshalb räume ich Ihnen bis zum 12.10.2020 die Möglichkeit ein, mir – natürlich unter Wahrung der Anonymität des Urhebers dieser Bewertung – konkrete Hinweise zu geben, durch  welche konkreten Verhaltensweisen und Maßnahmen durch unsere Praxis die Eltern eines unserer Patienten sich so missachtet gefühlt haben, um diese für Sie natürlich hochinteressante Negativbewertung abzugeben, die übrigens sehr dürftig begründet ist und somit Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt der Aussage und die übersichtliche Wahrheitsliebe des Adressaten erlaubt.

Sollte ich keine adäquate und zufrieden stellende Antwort erhalten, werde ich unverzüglich diesen Vorgang an die  hiesigen Behörden weiterleiten und sie davon unterrichten, dass wir von bestimmten und noch zu ermittelnden Eltern bewusst per Rufschädigung an der o.g. Ausführung unser Praxisarbeit gehindert werden sollen. Mit dieser „Selbstanzeige“  biete ich ein bestmögliches Maß an Transparenz an und mein

Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Dr. med. Christian Deindl

 

E.Mail vom 13.10.2020

Sehr geehrte Herren jameda – Geschäftsführer

Sie haben trotz meiner Stellungnahme vom 9.10.20 erneut eine wahrheitswidrige Bewertung meiner Praxis ins Netz gestellt und  zudem damit die Behauptung aufgestellt, meine Praxis sei keine Praxis für Kinder(medizin). Sie wissen sehr genau, dass Sie sich damit Rechte von Zulassungsbehörden und -gremien anmaßen.

Nach Ihrem vorausgegangenen Versuch, meine Praxis ebenfalls öffentlich zu diskriminieren, weil ich mich dagegen verwahrt habe, dem fundamentalistischen Drängen von Eltern nach einer Zwangsbeschneidung ihres kleinen Sohnes nachzugeben,  finde ich mich erneut in Ihrem sehr dubiosen Geschäftsmodell wieder.

Sie kennen ja die Spielregeln vom letzten Mal noch sehr gut: für jeden Tag, an dem meine Praxis durch jameda indifferent und gehässig verleumdet wird, haben Sie € 1000.00 an den Nürnberger Kinderschutzbund zu zahlen.

Da der/die Verfasser/in mit dieser Bewertung Einblick in Charakter und soziale Kompetenz erlaubt, werde ich das Jugendamt einschalten, um hier unterstützend tätig zu werden. Wer so ausfällig und pauschal größtmöglichen  Imageschaden anzurichten versucht, kann externe professionelle Hilfe gut gebrauchen.

Nachrichtlich geht diese Mail an NZ, SZ, BLÄK, KVB, BNC und BAO.

Mit freundlicher Hochachtung

Ihr Dr. med. Christian Deindl